Freiwilligendienst
Aus dem Freundesbrief Juli 2004 der Rumänieninitiativgruppe Bautzen e.V.

Bild: Helena Bähr
Mein Name ist Helena Bähr. Ich arbeite seit Oktober 2003 als Freiwillige im Jugendprojekt über das Freiwilligenprogramm der Robert-Bosch-Stiftung. Ich wollte nach dem Abitur etwas anderes machen als Schule und ein anderes Land kennen lernen. Schon jetzt weiß ich, dass diese insgesamt 10 Monate mir sehr viel mehr gebracht haben als nur einen Zettel, auf dem steht, dass ich fast ein Jahr im Ausland war. Ich lerne viel, auch über mich selber und habe Freunde gefunden, die mir sehr wichtig sind. Die Menschen hier und ihre Art zu leben finde ich sehr interessant. Es fasziniert mich, wie gastfreundlich die Menschen Fremden begegnen.
Eine meiner Hauptaufgaben im Jugendprojekt ist der Freitagstreff mit den Kinderheim-Jugendlichen. Des weiteren helfe ich bei Büroarbeiten. Ich schreibe Spenderbriefe und Berichte und verwalte die Fotos. Die Anträge für das EU-Freiwilligenprogramm habe ich mit vorbereitet, damit das Jugendprojekt auch ab diesem September wieder einen oder auch zwei Freiwillige aufnehmen kann. Weiterhin organisiere ich einen Deutschkurs für Schüler, die ihre Deutschkenntnisse spielerisch vertiefen wollen. Bei den Handwerksateliers am Samstag bin ich auch dabei. Im Sommer wird es in Zusammenarbeit mit dem TiK Bautzen wieder ein Sommerlager geben, an dessen Organisation ich hier beteiligt bin.
Am Anfang meines Freiwilligendienstes war für mich noch nicht so sehr viel zu tun, deshalb ging ich zweimal in der Woche in den Kindergarten arbeiten. Allmählich gab es immer mehr zu tun, jetzt verbringe ich meine ganze Arbeitszeit im Jugendprojekt.
Die Arbeit gefällt mir, weil sie abwechslungsreich ist, ich viel dabei lernen und etwas helfen kann.
Ich wohne mit Margret Jacobs zusammen, die im Familienhaus arbeitet. Wir verbringen viel Zeit miteinander und treffen uns mit gemeinsamen Freunden. Wir oder ich allein unternehmen Ausflüge zu Bekannten in anderen Orten. Auch zu der Familie von Robi und Jana habe ich eine gute Beziehung. Sie haben mir schon oft geholfen, ich besuche sie öfters.
Was ich in ein paar Monaten machen werde und wo ich sein werde, ist noch nicht wirklich sicher. Ich hoffe jedenfalls, dass ich die Erfahrungen, die ich hier in Rumänien gemacht habe, für mich behalten kann.
Helena Bähr
Freiwillige im Jugendprojekt
Veröffentlicht am 01.08.04 10:04

