Pressemitteilung - Sommercamp Siebenbürgen 2006

Zwei Wochen Abenteuer

Vom 21. Juli 06 bis zum 06. August 06 fand unser internationales Jugendcamp in Turia, Jud. Covasna, Siebenbürgen statt. Menschen aus völlig unterschiedlichen europäischen Kulturen und sozialen Gruppen, mit sehr verschiedenen Lebensperspektiven, begegneten sich und gestalteten eine internationale Dorfgemeinschaft.

Guten Morgen, Camp!
Bild: Guten Morgen, Camp!

Junge Leute die in einem rumänischen Kinderheim aufwuchsen, Menschen die funktionierende Familien erleben durften, Jugendliche die gerade ihr Abitur gemacht haben und denen die Welt offen steht, sowie junge Leute, die heute nicht wissen ob sie morgen einen Euro verdienen werden, um sich das Nötigste zum Leben leisten zu können - bunter und verschiedener hätte unsere Dorfgemeinschaft wohl kaum sein können.

Alles, was in so einem Camp-Dorf benötigt wird, mussten wir selber errichten. Entertainment war nicht gefragt denn jeder „Dorfbewohner“ war am Aufbau des Dorfes und an der aktiven Mitgestaltung des gemeinsamen Dorflebens beteiligt. Gebaut werden mussten u.a. Feuerstellen, Sportbereiche, Staudamm, Waschplätze, Tische, Bänke, WC’s. Nach der Errichtung der unbedingt erforderlichen Dinge hielt jedoch der Bauboom an und es entstanden eine warme Dusche, eine Waschmaschine mit Wasserantrieb und eine Sauna nach dem Vorbild einer Indianischen Schwitzhütte. Die gemeinsame Arbeit verband uns und war eine hervorragende Möglichkeit zum Bau einer guten Gemeinschaft und zum Abbau sozialer, kultureller, sprachlicher und mentaler Barrieren.

Wir haben das schöne Land Rumänien mit seinen verschiedenen Gesichtern und die Lebensweise der Menschen kennen gelernt, unseren Lebensgeschichten gelauscht und europäische Gemeinschaft praktiziert. Bei den Seminarrunden wurde zu Themen aus der Politik, Psychologie oder historischen Geschichte diskutiert, debattiert, gestritten und gelauscht. Dabei war erstaunlich zu sehen wie wenig wir vom Land des Anderen wussten.

Es ist nicht viel, was man zum Leben braucht. Beim Singen, Erzählen, Tanzen, Spielen, Kochen am offenen Feuer, Arbeiten, Einkaufen auf rumänischen Märkten, Touren, Wanderungen, bei den langen Nächten am Lagerfeuer und wenn wir eng beieinander im großen Zelt saßen und der Regen eine Melodie aufs Dach trommelte, erfuhren wir, dass Glück in den kleinen Dinge des Lebens zu finden ist.

Die Tatsache, dass es Menschen aus ganz verschiedenen Lebenszusammenhängen gelingt, einen gemeinsamen Lebensraum zu gestalten, Vorurteile und Grenzen zwischen den Kulturen abzubauen, war für uns alle eine nachhaltige, ermutigende und prägende Erfahrung.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen unseren Sponsoren und Unterstützern, die dieses Camp möglich gemacht haben. Einblicke ins Camp 2006 gibt es demnächst unter: www.turia.org

Ortsschild, zweisprachig
Bild: Ortsschild, zweisprachig - rumänisch und ungarisch


Ein altes Lagerhaus diente als Basisstation
Bild: Ein altes Lagerhaus diente als Basisstation


Während eines Seminars
Bild: Während eines Seminars

Veröffentlicht am 30.08.06 11:59